Silvester in anderen Ländern – so unterschiedlich sind die Bräuche

Schwein
Glücksschwein, Schornsteinfeger & Feuerwerk – so sieht der Jahreswechsel meist hierzulande aus.

Egal, ob Fondue mit Familie und Freunden zuhause, oder das 6-Gänge-Menü in einem noblen Restaurant, in fünf Tagen ist mal wieder letzten Tag des Jahres und dann prosten wir uns um Punkt 24 Uhr zu und lassen es im wahrsten Sinne des Wortes krachen. Das Feuerwerk ist für die allermeisten ein absolutes Muss an Silvester. Als Glücksbringer für das Neue Jahr verschenken wir gerne kleine Schornsteinfeger, Schweinchen oder Kleeblätter aus Marzipan und viele wagen mit Hilfe von Horoskopen einen Blick in die Zukunft. Aber abgesehen davon gibt es eigentlich keine festen Regeln für die Festivitäten zum Jahresabschluss bzw. -neubeginn. Anders ist das in vielen Ländern rund um den Globus.

Rote Wäsche in Italien

Bei unseren Nachbarn in Italien ist es quasi zwingend, an Silvester rote Unterwäsche zu tragen. Nur so hat man die Chance, im Neuen Jahr mit Erfolg und Glück gesegnet zu werden. Auf jeden Fall sind die Wäschefirmen mit einem Umsatz-Plus gesegnet. Das traditionelle Silvester-Essen besteht aus Schweinshaxe mit Linsen, denn „üppig“ bedeutet reich und glücklich.

trauben
In Spanien braucht man für den wichtigsten Silvesterbrauch 12 Trauben.

Trauben in Spanien

Wenn die Kirchenglocken um Mitternacht läuten, stecken sich die Spanier zu jedem der zwölf Glockenschläge eine Weintraube in den Mund. Das soll Glück für das Neue Jahr bringen, verzählen bringt jedoch Pech. Damit dies nicht geschieht, gibt es in den Tagen vor Silvester kleine Konservendosen mit zwölf Trauben zu kaufen.

Genuss in Frankreich

In Frankreich wird nicht mit Böller um sich geworfen, hier wird gepflegt und in Ruhe geschlemmt. Familie und Freunde genießen gemeinsam Foie Gras, Austern und Champagner und nur in großen Städten gibt es Straßenpartys, wie etwa auf den Champs-Elysées in Paris. Aber auch die laufen ohne Feuerwerk ab, da Böller in Paris komplett verboten sind.

schnipsel
Finde ich gut! Ballast loswerden an Silvester in Argentinien.

Ausmisten in Argentinien

Zum Ende des Jahres heißt es in Argentinien, sich von unnützem Ballast zu befreien. Alte Unterlagen werden in kleine Schnipsel gerissen und als Konfettiregen aus dem Fenster geworfen. Um Mitternacht gibt es traditionell ein gigantisches Feuerwerk und danach feiern viele Menschen noch ausgiebig in Bars und Diskotheken.

Zocken in Griechenland

Am Abend des 31. Dezember geht es los, das Spielen mit Karten oder Würfeln und es dauert bis weit nach Mitternacht. Zuhause und in Kasinos, auf der Straße und in Bars, überall wird in Griechenland zum Neujahrs-Anfang gezockt. Wer jetzt gewinnt, hat das ganze Jahr Glück. Eine harmlosere Methode Glück zu erlangen ist, im traditionell gebackenen Basiliusbrot die versteckte Münze zu finden.

Apfel
In Tschechien wir der Apfel zu Rate gezogen.

Apfel-Orakel in Tschechien

Viele Familien in Tschechien folgen noch dem alten Brauch, einen Apfel als Orakel zu nutzen. Der Apfel wird halbiert und je nachdem, wie die Kerne im Inneren angeordnet sind, bedeutet das Glück oder Unglück. Bilden die Kerne ein Kreuz, zeigen also Unglück an, bleibt noch die Linsensuppe zu Mitternacht. Die runden Linsen stehen für Münzen und sollen demzufolge im Neuen Jahr Reichtum bringen.

Ob Bleigießend, Linsen essend, in roten Boxershorts oder mit 11 Trauben im Mund – wir wünschen allen jetzt schon ein schönes Silvester und ein Gutes Neues Jahr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.