Kastanien – mal nicht zum Basteln sondern zum Essen

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Kleine Männchen und lustige Tiere aus Kastanien basteln – das gehört genauso zum Herbst, wie ein schöner Spaziergang durch buntes Herbstlaub. Aber die glänzend- braunen Schmuckstücke mit ihrer stacheligen Hülle können noch viel mehr. Sie schmecken nämlich ganz hervorragend und sind auch noch gesund. Maroni, wie diese besondere Art der Esskastanie im Volksmund auch genannt wird, sind ein super Snack in der kalten Jahreszeit.

Genaugenommen haben die Esskastanien mit den Rosskastanien, die wir zum Basteln nehmen, gar nichts zu tun, auch wenn sie sich täuschend ähnlich sehen. Ess- oder Edelkastanien wachsen vor allem in wärmeren, mediterranen Ländern wie Frankreich, Italien oder Portugal. Die Maroni ist eine weiterentwickelte Form der Edelkastanie, etwas größer und nicht ganz so intensiv im Geschmack.

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Im Mittelalter war die Esskastanie in Südeuropa so etwas wie das Grundnahrungsmittel der ärmeren Bevölkerung, lange vor der Kartoffel und dem Mais. Zu Recht, denn die Nuss ist extrem reich an Kohlehydraten, Eiweiß, Ballaststoffen und zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen. Anders als andere Nüsse besitzen sie allerdings kaum Fett und machen deshalb nicht dick. Sie sind glutenfrei und wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel im Blut aus. Echte Alleskönner also und auch für Kinder eine perfekte Mahlzeit zwischendurch.

Besonders im Süden Deutschlands und in der Schweiz sind ab Herbst die Maroni-Stände auf den Straßen nicht wegzudenken. Geröstet und geschält werden sie einfach wie Nüsse mit der Hand gegessen. Zuhause lassen sich die Kastanien ganz einfach im Backofen rösten. Zuvor muss nur die Schale eingeritzt werden.

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Maroni-Auflauf… wie der wohl schmeckt?

Aber es gibt auch unzählige Rezepte mit Esskastanien, bzw. Maroni. Als Suppe, Brei oder als Beilage zu Wildgerichten oder Salat schmecken die kleinen Kraftwerke ganz hervorragend. Auch in Waffelteig oder karamellisiert werden Kastanien schnell zum Lieblingsgericht. Viele Supermärkte bieten bereits gegarte und geschälte Maroni an, was die Zubereitung entscheidend einfacher macht. In Frankreich und Italien gibt es sogar Likör aus Kastanien und in der Schweiz Bier. Dem Einsatzgebiet der Kastanie sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Am schönsten ist es aber, sich die Hände an der warmen Maroni-Tüte vom Standl zu wärmen und die „Heißen“, wie sie in der Schweiz angepriesen werden, direkt von der Hand in den Mund zu genießen. Guten Appetit!

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