Babyschwimmen – das solltet ihr beachten

Ab dem dritten oder vierten Monat ist euer Winzling fit für das beliebte Babyschwimmen. Unbestritten fühlen sich die meisten Säuglinge pudelwohl im Wasser und tatsächlich ist die Bewegung in fast schwerelosem Zustand gut für die motorische Entwicklung. Damit der Spaß ungetrübt bleibt, solltet ihr allerdings ein paar Dinge beachten. Hier findet ihr die wichtigsten Infos rund um das Thema.

Babyschwim

Was ist Babyschwimmen

Genau genommen handelt es sich dabei nicht um Schwimmen, sondern um Wassergymnastik für Säuglinge und Kleinkinder von circa vier bis 18 Monaten. Wirklich Schwimmen lernen können Kinder erst im Alter von vier bis fünf Jahren. Entstanden ist das Babyschwimmen in den 70er Jahren. Weil Babys im Bauch der Mutter in „Wasser“ aufwachsen, ging man davon aus, dass die Kleinen schon so was wie Schwimmbewegungen machen können. Zudem besitzen Säuglinge etwa bis zum vierten Monat noch einen Tauchreflex, der sie vor dem Verschlucken von Wasser schützt. Durch die Kurse sollte ihre Sicherheit im Wasser erhalten werden. Heute dient das Babyschwimmen vor allem der Stärkung der Muskulatur, der motorischen Entwicklung und natürlich dem Spaß.

Was es bringt

Wissenschaftliche Belege sind dazu kaum möglich, aber ein paar Erkenntnisse sind relativ unumstritten. Weil das Wasser die Schwerkraft verringert, sind Babys zu Bewegungen in der Lage, die sie im Trockenen kräftemäßig noch nicht schaffen würden. Das führt zu einer besseren Koordination und fördert die körperliche Entwicklung. Der frühe Umgang mit Wasser kann zudem möglichen Ängsten vor dem Medium vorbeugen, vorausgesetzt, das Baby wird nicht gegen seinen Willen mit in das Schwimmbecken genommen.

Nicht zu unterschätzen sind die Sozialkontakte, die sich in einem Babyschwimmkurs ergeben. In einer angenehmen Umgebung sieht das Baby andere Wesen seines Alters. Ärzte gehen davon aus, dass sich dies und der intensive Eltern-Kind-Kontakt wahrscheinlich positiv auf die soziale Entwicklung des Kindes auswirken.

Welche Risiken gibt es

Studien haben ergeben, dass Babys geringfügig häufiger an Infektionen der Atemwege und der Ohren leiden, wenn sie an Schwimmkursen teilgenommen haben. Das gleich trifft allerdings auch auf Kinder im späteren Alter zu, wenn sie regelmäßig das Schwimmbad besuchen. Deutlich öfters erkranken Babyschwimmer jedoch an Magen-Darm-Infektionen, vermutlich, weil sie öfters Badewasser schlucken.

Für allergiegefährdete Kinder stellt ein hoher Chlorgehalt im Wasser ein Risiko für Asthma dar. Kinderärzte raten in diesen Fällen bei Kindern unter zwei Jahren vom Schwimmen in gechlortem Wasser ab.

Das größte Risiko ist jedoch die sogenannte Untertauchübung. Dabei wird der Atemanhalte-Reflex von Säuglingen genutzt, der sich zwischen dem dritten und sechsten Monat verliert. Der genaue Zeitpunkt ist jedoch individuell sehr unterschiedlich. Bei manchen Babys verschwindet der Reflex schon nach wenigen Wochen, was bei der Untertauchübung zu Ertrinkungsfällen führen kann. Am besten sollte ganz darauf verzichtet werden.

Darauf solltet ihr achten

Damit der Spaß für alle Beteiligten ungetrübt bleibt und der Knirps fröhlich drauf los plantschen kann, gibt es ein paar Grundregeln zu beachten:

  • Das Wasser sollte Trinkwasserqualität haben und möglichst wenig gechlort sein.
  • Die geeignete Wassertemperatur ist zwischen 32 – 34 Grad. Je jünger das Baby, desto wärmer das Wasser.
  • Das Baby nicht länger als 20 Minuten im Wasser lassen. Wenn es vorher anfängt, zu weinen oder die Lippen zittern, sofort heraus nehmen.
  • Die Lufttemperatur sollte 30 Grad betragen. Da dies selten der Fall ist, könnt ihr am Beckenrand (vorgewärmte) Badetücher bereit legen, um das Baby nach dem Schwimmen sofort darin einzuwickeln. Mützchen für draußen nicht vergessen.
  • Vor dem Anziehen gründlich abduschen und danach eincremen, damit es keine Haureizungen gibt.
  • Für den Hunger nach so viel Sport Stillzeit einplanen.

Natürlich braucht es nicht extra einen Babyschwimmkurs, um mit eurem Schatz ins Schwimmbad zu gehen. Sinnvoll ist es aber, denn die geschulten Kursleiter zeigen euch neben guten Übungen auch, wie ihr das Baby am Bauch, Kopf oder Rücken sicher halten könnt. Außerdem macht es in der Gruppe einfach mehr Freude!

Mehr Informationen zum Babyschwimmen findet ihr hier in unserem ausführlichen Magazinartikel.

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