Schulanfang richtig planen

Einschulung
Damit die Einschulung für Eltern & Kids gut verläuft, gibt es einiges zu beachten

Er dürfte eines der einschneidendsten Erlebnisse in der Kindheit sein – der erste Schultag. Eine völlig neue Welt tut sich da auf und als wäre das nicht schon aufregend genug, müssen sich die Knirpse darin auch noch alleine zu recht zu finden. Da ist plötzlich viel Selbständigkeit gefragt, aber mit ein bisschen Voraussicht und Planung können die Eltern den ABC-Schützen den Einstieg in den neuen Alltag erleichtern. Wir sagen euch, worauf es vor dem Schulanfang ankommt.

Ausrüstung

Als Erstes könnt ihr mit der Ausstattung für eure Kinder beginnen. Je früher, desto besser, denn die Auswahl des richtigen Schulranzens und den Tausend anderen Dingen, die es so braucht, artet schnell in Stress aus. Und den Kids macht es Spaß, sich vor dem geistigen Auge schon als Schulkind zu sehen und Federmäppchen etc. mit auszusuchen.

  • Schreibtisch und –stuhl

Der Arbeitsplatz sollte ruhig und angenehm gestaltet sein. Achtet bei der Auswahl der Möbel auf die richtige Höhe. Ideal sind mitwachsende Modelle.

  • Schulranzen

Der Rücken eines sechsjährigen Kindes ist noch sehr empfindlich, weshalb ihr euch beim Kauf des Schulranzens Zeit lassen und gut beraten lassen solltet. Hilfreiche Tipps findet ihr hier.

  • Federmäppchen

Oftmals sind die Federmäppchen beim Kauf des Schulranzens schon inbegriffen. Für die Erstklässler sind die klassischen Mäppchen mit Gummischlaufen für die Stifte am besten geeignet. Schon das Sortieren der Farben macht den Kindern Spaß. Der Inhalt muss übrigens nicht den Umfang eines mittleren Schreibwarenladens haben. Welche Stiftarten tatsächlich für den Unterricht gebraucht werden, erfahrt ihr von den Lehrern. Ebenso Wasserfarben, Pinsel etc.

  • Hefte und Bücher

Fast immer geben die Schulen Listen mit genauen Angaben zu den benötigten Heften, Blöcken und Büchern aus. Es macht also wenig Sinn, schon vorher aufs Geratewohl einzukaufen. Ein, zwei Heftchen zum „Schule spielen“ dürfen es natürlich schon sein.

  • Sportsachen

Für den Sportunterricht reichen bequeme, nicht zu warme Kleidungsstücke. Ganz wichtig: eure Kinder sollten sie ohne Probleme alleine an- und ausziehen können. Hier bieten sich auch Turnschuhe mit Klettverschluss an. Meistens reichen am Anfang aber auch einfache Turnschläppchen. Das ganze kommt in einen leichten Turnbeutel, der entweder schon beim neuen Schulranzen dabei war, oder den ihr zusammen auch gut selber gestalten könnt. Einfach eine Stofftasche bunt bemalen und mit dem Namen des Kindes versehen. Apropos Namen, es ist hilfreich, wenn ihr auch in die Kleidungstücke die Namen reinschreibt.

  • Hausschuhe

In vielen Schulen tragen die Kinder Hausschuhe. Sollte euer Kind in die Mittagsbetreuung oder den Hort gehen, wird es auf jeden Fall welche brauchen.

  • Brotdose und Trinkflasche

Das muss nichts Teures sein, weil so Dosen gerne mal verloren gehen. Gut schließen sollten sie aber, damit das Brot nicht am Grund des Ranzens endet.

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Macht eure Kids schon vor dem ersten Schultag mit der Schule vertraut

Schule von Innen

Die Vorstellung von Schule ist für Kinder spannend, aber auch ein wenig furchteinflößend. Die Angst vor dem Unbekannten könnt ihr den zukünftigen Grundschülern ganz einfach nehmen, indem ihr sie mit der Schule schon mal vertraut macht.

  • Tag der offenen Tür

In der Regel organisieren Schulen einen Tag der offenen Tür, an dem sich Eltern und Kinder im Gebäude umsehen und Lehrer sowie zukünftige Mitschüler treffen können.

  • Sommerfest

Die ABC-Schützen in Spe sind auch gern gesehen Gäste auf den Sommerfesten der Schulen. Für die Kids ist so ein Fest der ideale Einstieg in das Schulleben, zeigt es doch, dass auch Spiel und Spaß zum neuen Alltag gehören.

  • Flohmärkte

Auf Schulflohmärkten lassen sich nicht nur Schnäppchen machen, sondern auch zukünftige Eltern-Kollegen und Mitschüler kennenlernen.

  • Bücher zum Thema

„Schule“ ist vermutlich eines der häufigsten Themen in Kinderbüchern. Lasst euch am besten in einer Buchhandlung beraten und sucht euch gemeinsam mit eurem Sprössling ein paar Bücher aus. Beim Vorlesen fallen euch vielleicht auch Anekdoten aus dem eigenen Schulalltag ein?

  • Alte Fotos

Amüsant und beruhigend sind für die Kids auch Bilder der Eltern von der Einschulung. Auch alte Klassenfotos sind immer für einen Lacher gut.

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Kiosk, Cafe oder Frisör auf dem Schulweg? Macht eure Kids mit dem Mitarbeitern kurz vertraut. Das kann eine sinnvolle „Notinsel“ sein.

Schulweg

Viele Eltern kostet es eine große Überwindung, die gerade-noch-Kleinkinder alleine auf den Straßenverkehr loszulassen. Es muss nicht gleich in den ersten Wochen sein, aber früher oder später wird der Zeitpunkt kommen.

  • Gemeinsam üben

Geht mit euren Kindern den Schulweg zusammen ab und übt das Verhalten an Straßenübergängen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Macht das solange, bis der Knirps Routine entwickelt hat.

  • Ansprechpartner

Liegt auf dem Weg ein Kiosk, Bäcker oder ein anderes Geschäft, macht euer Kind mit dem Verkäufer oder der Verkäuferin vertraut. Sollte es aus irgendwelchen Gründen Angst haben oder von einem Fremden angesprochen werden, kann euer Kind dort „Zuflucht“ suchen.

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Na klar! Die Schultüte darf auf keinen Fall fehlen

Schultüte

Sie ist mit das Wichtigste am ersten Schultag!

  • Basteln oder Kaufen

In Kindergärten werden als Vorbereitung auf den Abschied sehr häufig schon Schultüten gebastelt. Falls nicht, könnt ihr das auch gemeinsam zuhause machen oder ein lustiges Modell kaufen. Je phantasievoller, desto besser!

  • Füllung

Auch wenn es ernährungstechnisch nicht besonders wertvoll ist, freuen sich alle Kinder über ein paar Süßigkeiten in der Schultüte. Beliebt sind aber auch coole Stifte und Radiergummis, CDs und kleine Bücher.

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Der erste Schultag ist ganz schnell vorbei – und dann? Nachmittagsaktivität vorher planen!

 Erster Schultag

Der Tag selbst ist ein großes Ereignis, an das sich euer Kind vermutlich sein ganzes Leben erinnern wird. Vielleicht macht sich im Vorfeld Nervosität breit, aber versucht dennoch, den ersten Schultag ohne Stress und Hektik angehen zu lassen.

  • Gemeinsam planen

Überlegt euch zusammen, wie ihr den Tag gestalten wollt. Was soll es zum Frühstück geben, was zieht der ABC-Schütze an, wer soll unbedingt dabei sein (rechtzeitig informieren!)

  • Morgens ohne Hektik

Steht lieber schon etwas früher auf, damit kein Stress aufkommt. Schlechte Laune am ersten Morgen wäre ein denkbar schlechtes Signal für den weiteren Schulalltag. Ein schön gedeckter Frühstückstisch und entspannte Stimmung machen den Einstieg definitiv leichter.

  • Eis essen, Zoo, Grillen …

Das Event in der Schule selbst ist nach wenigen Stunden schon vorbei. Jetzt heißt es, den ersten Schultag gebührend zu feiern. Das kann bei einem (kindergerechten!) Essen im Restaurant sein, bei einem Picknick, im Zoo, im Schwimmbad oder in der Eisdiele – was auch immer ihr vorher zusammen geplant habt. Wichtig ist, dass es dem Kind Spaß macht und nicht vorrangig den Eltern oder Großeltern. Also bitte keine steife Veranstaltung!

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Ab jetzt beginnt der Alltag und Neues wird hoffentlich schon bald zum Gewöhnlichen & Normalen.

Alltag

Bis der Schulalltag wirklich zur Routine wird, dauert es ein bisschen. Anfangs könnt ihr den kleinen Schülern noch etwas unter die Arme greifen.

  • Schulranzen gemeinsam packen

Kontrolliert gemeinsam jeden Abend, was wirklich im Schulranzen sein muss und was nicht. Die Zwerge tendieren dazu, aus Faulheit einfach alles drin zu lassen, was schnell ein paar überflüssige Kilos im ohnehin schon schweren Schulranzen ausmacht. Ein Phänomen, das übrigens auch noch bei Schülern im Teenageralter anzutreffen ist.

  • Pausenbrot

Ein von Mama oder Papa selbst gemachtes Pausenbrot vermittelt tatsächlich Zuneigung. Und wenn es auch noch (halbwegs) nach den Wünschen des Essers zubereitet wird, ist die Welt in Ordnung. Beim Getränk müsst ihr euch eventuell den Bestellungen widersetzen, denn Cola oder zuckrige Limo gehören nicht zu einem empfehlenswerten Snack. Lieber Wasser, Tees oder bestenfalls Fruchtsaftschorlen.

  • Anteil nehmen

Manche Kinder sprudeln nur so über vor Mitteilungsbedürfnis, anderen muss man alles aus der Nase ziehen. Fakt ist in beiden Fällen, dass der neue Alltag die kleinen Gemüter bewegt. Zeigt Interesse und habt ein offenes Ohr. Und vor allem: lobt die kleinen Schüler! Damit sind nicht nur schulische Leistungen gemeint. Viel wichtiger ist die Leistung der Knirpse, sich selbständig in der großen, neuen Welt zu bewegen und zu behaupten. Und hoffentlich nie den Spaß dabei verlieren.

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