Krankes Kind zuhause –was tun?

Krankes_Kind
Windpocken, Grippe & Co. – Für Eltern & Kids eine Belastungsprobe

Windpocken, Erkältung, Darminfekt – unsere Kinder schnappen im Laufe ihrer Kindergarten- und Schulkarriere jede Menge Krankheiten auf. Da heißt es, erst mal zuhause bleiben und das Bett hüten mit Mama, Papa oder Oma als liebevollem Pfleger. Anfangs schläft das Kind noch viel, doch sobald es auf dem Weg der Besserung ist, kommt Langeweile auf. Krank sein an sich ist schon doof, aber dann auch noch nicht raus dürfen zu den Freunden, ist richtig doof. Wie können wir das Kind (und uns selbst) bei Laune halten, um ein Dauerquengeln zu verhindern? Wir haben ein paar selbst erprobte Tipps für euch gesammelt.

Sofa gegen Bett

Auch, wenn es dem kleinen Patienten schon besser geht ist es wichtig, Anstrengung zu vermeiden. Bettruhe ist weiterhin angesagt. Damit es dem Knirps nicht ganz so einsam und fad im Kinderzimmer wird, zieht er einfach auf die Couch im Wohnzimmer. Hier bekommt er alles mit, fühlt sich nicht alleine und ist immer in Sichtkontakt mit den Eltern. Nur die Geschwister dürfen nicht zu laut toben, denn der Patient soll sich trotz allem aus“ruhen“.

Einfache Spiele

Mit einer kleinen Partie UNO oder Quartett vergeht die Zeit gleich viel schneller. Spiele sind immer gut, sollten aber in diesem Fall nicht zu kompliziert oder langwierig sein. Der Patient tut zwar so, als sei er schon wieder völlig gesund, aber das stimmt nicht. Und unfit wie er ist, wird ein anstrengendes Spiel schnell frustrierend. Besser sind Lieblingsspiele, die das Kind schon fast im Schlaf kann.

 Ausnahmsweise Fernsehen

Medienkonsum ist ein Dauerstreitthema und Fernsehen am Tage wird ganz besonders kritisch gesehen, aber wenn die Kids krank sind und sich die Stunden ziehen wie Kaugummi, kann schon mal ein Auge zugedrückt werden. Ein lustiger Kinderfilm (wie wäre es z.B. mit Michel aus Lönneberga?) lässt Schmerzen und trübe Laune schnell vergessen. Genauso helfen auch Kinderzeitschriften, Comics und Bilderbücher. Als Geschenk verpackt, wird die Begeisterung dafür noch größer.

Windpocken
…und bald ist alles wieder gut!

Vorlesen oder lesen lassen

Bei Kopfweh oder Fieber ist selbst das Fernsehen unangenehm. Geschichten lauschen können kranke Kinder aber immer und wenn sie dabei einschlafen, um so besser. Am schönsten ist es natürlich, wenn Mama oder Papa selbst vorlesen, doch Hörbücher tun es auch. Vielleicht gibt es eine neue, noch unbekannte Folge der Lieblingsreihe? Schon seit Jahrzehnten erfolgreich im Einsatz ist auch der heiß geliebte Pumuckl mit seinen lustigen Streichen. Da schmunzelt auch der Rest der Familie.

Kleine Aufgaben erledigen

Kinder fühlen sich wichtig, wenn sie eine Aufgabe übertragen bekommen. Sie setzen alles daran, es so gut wie möglich zu machen und sind hinterher schrecklich stolz auf sich. Kranke Kinder sind da nicht anders, solange die Aufgabe leicht zu bewältigen ist. Die Schrauben müssten schon lange sortiert, die Knöpfe nach Farben geordnet, ein bestimmtes Foto im Album gesucht werden? In jedem Haushalt gibt es Kruschkisten. Der ideale Zeitpunkt, „aufzuräumen“!

Kleiner Ausflug

Trotz aller Liebesmüh fällt dem Knirps früher oder später die Decke auf den Kopf. Wenn es der Zustand erlaubt (im Zweifel den Arzt fragen!), ist ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft eine willkommene Abwechslung. Warm eingepackt ganz gemütlich eine Runde um den Block gedreht, und schon ist das Kind viel ausgeglichener. Vielleicht freut es sich danach sogar wieder auf seinen kuschelig warmen Sofa-Logenplatz.

In diesem Sinne wünschen wir allen kleinen Patienten gute und schnelle Besserung!

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