Keine Angst mehr vor Nachtmonstern

Monster1Viele Kinder haben Angst vor der Dunkelheit. Monster lauern unterm Bett oder im Schrank und der Vorhang bläht sich zu einem unheimlichen Geist auf. Da wird das allabendliche Lichtausmachen zur echten Herausforderung – für Eltern und Kinder. Mit viel Einfühlungsvermögen und ein paar Tricks könnt ihr die Situation deutlich entschärfen. Wir sagen euch, wie.

Angst vor der Dunkelheit hat der Mensch instinktiv. Im Laufe der Jahre lässt sie in der Regel nach, weil wir die Erfahrung machen, dass in der Finsternis nicht zwingend was Böses passiert. Kinder haben diese Erfahrung noch nicht und ab dem zweiten oder dritten Geburtstag kommt erschwerend eine sehr lebhafte Phantasie hinzu. Feen, Zauberer, Prinzessinnen, sprechende Tiere und Fabelwesen bevölkern ihre kleinen Köpfe und sind für sie oft genauso real, wie sie selbst. Monster im Kinderzimmer gehören häufig auch dazu.

Mit Vernunft könnt ihr bei Dreijährigen nicht wirklich punkten. Das Argument, im echten Leben gibt es keine sprechenden Tiere und deswegen auch keine Monster, ruft bestenfalls ein (ungläubiges) Nicken des Kindes hervor. Da hilft nur eins: gemeinsam die Monster bekämpfen.

Am besten beginnt die Monsterjagd vor dem abendlichen Einschlafritual.

Mit Taschenlampen ausgerüstet sucht ihr gemeinsam systematisch alle Orte ab, an denen sich Monster verstecken könnten. Im Schrank, hinter den Vorhängen, unter dem Bett … Ein bisschen Spaß und Gelächter sollte auch dabei sein.

Damit sich während der Nacht keine Monster anschleichen können, baut ihr ihnen ein Hindernis. Das kann eine Zauberschnur sein, die vor die Tür gelegt wird, ein Traumfänger über dem Bett, eine Prise Zaubersalz um das Bett herum oder das griffbereite Monsterspray. Wichtig ist, den Knirpsen die Magie überzeugend zu erklären.

kuschel
Fluffi hält Wache – wenn er doch nicht selbst immer einschlafen würde!

 Ein geliebtes Kuscheltier erhält zudem den Auftrag, Wache zu schieben. Und auch ein Nachtlicht kann helfen, die bösen Gedanken abzuwenden. Nur zu hell sollte es nicht sein, weil es sonst den Schlaf stören kann.

Stellen die Kids im Zuge dieses regelmäßigen Rituals fest, dass nichts passiert, werden sie auch ihre Angst verlieren. Zumindest die Angst vor den Nachtmonstern. Neue Ängste werden früher oder später auftreten, denn sie gehören zu einer normalen Entwicklung dazu. Wenn ihr sie darin ernst nehmt und ein verlässliches Umfeld schafft, werden die Zwerge mit jeder Erfahrung stärker und sicherer.

Wenn ihr euch in die Situation eines Kindes mit Angst vor Nachtmonstern hineinversetzen wollt, sei euch die Comic-Reihe „Calvin und Hobbes“ von Bill Watterson ans Herz gelegt. Schmunzeln garantiert!

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