Insektenstiche – wie ihr Babys Haut schützen könnt

NO_MoskitoSie sind lästig, oft schmerzhaft und manchmal sogar gefährlich – Stiche von Mücken, Wespen, Bienen und Konsorten. Es gibt zwar zahlreiche Insektenschutzmittel, aber die sind meistens so aggressiv, dass selbst Erwachsene damit ein Problem haben können. Für die empfindliche Babyhaut gibt es ein paar alternative Methoden des Mückenschutzes, aber die Wirksamkeit ist fraglich. Was ihr dennoch tun könnt, lest ihr hier …

Sommer heißt draußen sein, am See, im Garten oder auf dem Balkon. Doch leider sind wir nicht allein – früher oder später schwirren sie um uns herum, die fiesen kleinen Mücken oder anderes Getier mit Stachel. Dann heißt es, schnell mit Insektenschutz einsprühen. Oder lieber nicht?

Chemische Keulen

Effektive Mückenschutzmittel enthalten den chemischen Wirkstoff Diethyltoluamid, kurz DEET. Als Nebenwirkung kann er die Schleimhäute reizen und ist für Babys und Kleinkinder nicht empfehlenswert. Etwas besser verträglich ist die zweite große Gruppe der Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff Icaridin. Doch auch hier wird davon abgeraten, das Mittel bei Babys und Kleinkindern bis 3 Jahren anzuwenden. Bleiben also alternative Schutzmittel.

Alternativen

Beliebt sind ätherische Öle wie Citronella, Lavendel oder Geraniol. In einem kleinen Schälchen aufgestellt, sollen sie die Insekten vertreiben. Alte Hausmittel sind auch Essig- und Zitronenessenz mit etwas Wasser gemischt oder eine halbe Zitrone mit Nelken gespickt. Erwiesenermaßen sind diese natürlichen Mittel aber mit Abstand nicht so effektiv, wie chemische Mittel. Andere Alternativen wie Gartenfackeln, Ultraschallgeräte, UV-Lichtfallen oder Teelichter haben laut Stiftung Warentest überhaupt keinen Effekt. Chemie oder Mückenstich, es ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Das könnt ihr tun (natürlich auch für euch selbst):

  • Der beste und einzige Schutz bei Babys ist langärmlige, helle, leichte Kleidung.
  • Liegt das Baby im Bettchen oder im Kinderwagen, ist ein Moskitonetz die erste Wahl.
  • Bei Kindern ab drei Jahren könnt ihr notfalls chemische Mittel benutzen. Gebt das Mittel aber erst auf eure Hand und reibt dann das Kind damit ein. Gesicht und Hände aussparen, damit nicht versehentlich etwas ins Auge gerieben werden kann.

Erste Hilfe

shutterstock_1623638Wenn es doch mal einen Stich gibt, hilft die legendäre, rohe Zwiebel. Mit der Schnittstelle auf den Stich gelegt lindert sie schnell die Schwellung und den Schmerz. Ein paar Tropfen Essig in einem kühlen Umschlag bringen ebenfalls Besserung. Auch Quarkwickel können gut tun.

Treten auffällige Reaktionen wie starke Schwellung, Rötung, Atemnot oder Herzrasen auf, könnte eine Allergie der Grund sein. In diesem Fall solltet ihr sofort einen Arzt aufsuchen.

Ganz ohne Mückenstich wird ein Sommer vermutlich nicht ablaufen, aber mal ehrlich – dann wäre es auch kein richtiger Sommer …

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