13

13Die 13 ist eine ganz spezielle, weil doppeldeutige Zahl. Für manche symbolisiert sie Pech, für andere ist sie eine Glückszahl. Zwei völlig gegensätzliche Seiten, die sich auch bei unserem 1-2-3-Kids Thema zur Zahl 13 zeigen – der Geburt. 13 Stunden dauert die Geburt des ersten Kindes durchschnittlich, 13 Stunden, die Qual und höchstes Glücksgefühls gleichermaßen verkörpern. Wir haben wissenswerte Fakten rund um dieses einzigartige, hoffentlich für euch nicht unbedingt 13-stündige, Erlebnis für euch gesammelt, von Anfang bis glücklichem Ende.

Wann genau der Geburtsvorgang beginnt, lässt sich nicht allgemein sagen, weil die Anzeichen von Frau zu Frau verschieden sein können. Vorzeichen ist der Abgang des Schleimpropfens, was aber schon einige Tage vor der Geburt passieren kann. Dann kommen die sogenannten frühen Wehen, wodurch der Muttermund beginnt, sich zu öffnen, der offizielle Beginn der Geburt. Oftmals sind die frühen Wehen kaum zu spüren oder fühlen sich an, wie Menstruationsbeschwerden.

Langsam ernst wird es, wenn die Eröffnungswehen beginnen, die etwa alle zehn Minuten auftreten und 30 bis 60 Sekunden dauern. Es ist noch möglich, währenddessen zu sprechen. In der aktiven Phase setzen schließlich die schmerzhaften Wehen ein, die immer intensiver und in kürzeren Abständen kommen. Sie können alle drei bis vier Minuten eintreten und 60 bis 90 Sekunden dauern. Der Muttermund öffnet sich nun schneller. Manche Gebärende müssen sich erbrechen, oder bekommen Durchfall, bevor es richtig los geht. Jetzt ist auch der Zeitpunkt gekommen, ins Krankenhaus zu fahren.

Die sogenannte Übergangsphase ist da, wenn die Presswehen einsetzen. Die kommen möglichweise nicht mehr so häufig, dauern aber länger. In der Regel ist das der Moment, indem die Fruchtblase platzt und das Fruchtwasser abgeht. Das ist nicht zu übersehen, außer es tritt extrem wenig Flüssigkeit aus. Das kann z.B. vorkommen, wenn der Blasenriss zu weit oben ist und der Kopf des Kindes wie ein Korken den Abfluss blockiert.

Geburt
13 Stunden durchschnittlich dauert die Geburt des ersten Kindes, kann aber auch oft viel schneller (oder auch langsamer) gehen.

Mit jedem Pressen bewegt sich das Baby im Geburtskanal weiter nach vorne. Ist der Kopf bereits zu sehen, wird nicht mehr gepresst, sondern gehechelt, um dem Kind eine sanfte Geburt zu ermöglichen. Außerdem wird das Risiko eines Dammrisses gemindert. Bei Erstgebärenden kann diese letzte Phase mehrere Stunden dauern, beim zweiten Kind ist es oft schon nach zehn Minuten vorbei.

Geburt heißt Schmerzen, anderenfalls würde sich der Muttermund nicht öffnen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die Geburt etwas erträglicher zu machen. Bei der Periduralanästhesie (PDA) wird schon im frühen Stadium der Geburt ein lokales Betäubungsmittel gespritzt. Entscheidet sich die Gebärenden erst später für ein Schmerzmittel, gibt es die schnell wirkende Spinalanästhesie.

Manchmal ist es auch sinnvoll bzw. nötig, die Wehen einzuleiten, etwa wenn trotz Blasensprungs keine Wehen kommen oder die Schwangerschaft länger als 41 Wochen dauert und das Kind übertragen wird. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Geburtsvorgang zu beschleunigen. Mit der Eipol-Lösung wird die Membran, die das Baby umgibt, vom Muttermund gelöst, wodurch Wehen stimuliert werden. Oder der Prozess wird Mittels einer hormonähnlichen Substanz eingeleitet, die in die Vagina eingeführt wird. Welche Methode die beste ist, ist mit dem Arzt oder der Hebamme individuell zu besprechen.

Babys
Doch am Ende sind auch 13 Stunden Geburt vergessen, wenn so ein kleines Bündelchen auf einen wartet…

Wenn alles normal verläuft – und das tut es in der Regel – hält die Mutter ihr erstes Kind nach möglicherweise 13 Stunden erschöpft aber glücklich in den Armen. Eigentlich ist die 13 doch eine Glückszahl.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.