Weihnachtsklassiker für Kinder – die besten Weihnachtsfilme

Ein Hauskonzert, eine Reihe mürrischer, britischer Adeliger, gemessene Festtagsmusik, steife Unterhaltungen. Und dann fegen eine flotte alte Dame und ein kleiner Junge mit goldenen Haaren über die Tanzfläche und singen von goldenen Pantoffeln. Na, wisst ihr schon, welchen Film wir meinen? Den kleinen Lord natürlich!

Während der Film in seinem Ursprungsland Großbritannien heute so gut wie vergessen ist und in Amerika niemals erfolgreich wurde, hat er in Deutschland seit der Erstausstrahlung 1982 mittlerweile Kultstatus erreicht. Die ARD wird den Film definitiv zu Weihnachten zeigen, vermutlich spielen sämtliche dritten Programme ihn ebenfalls. Wer unabhängig von der Zeit sein möchte, guckt ihn einfach hier komplett:

Es ist die Geschichte vom kleine Lord Fauntleroy, Cederic, einem kleinen Lausbub aus Amerika, und seinem griesgrämigen, herzlosen Großvater, dem Earl of Dorincourt. Der ist ein alter, englischer Adeliger mit verstaubter Weltsicht, keinen Freunden oder Erben. Und genau deshalb musste er Cederics Mutter überhaupt bemühen, mit ihrem Sohn aus den USA anzureisen: Der Junge ist der Sohn seines verstorbenen Sohnes und sein letzter lebender Verwandter. Natürlich ist das unwahrscheinlich, irgendwie absurd, aber so, wie der Film sich entwickelt, ist es auch hoffnungslos romantisch und wundervoll weihnachtlich. Wir finden, der kleine Lord ist ein großartig herzerwärmender Film und bezaubernd für Kinder. Besonders, um zu verstehen, was es mit dem Geist der Weihnacht wirklich auf sich hat.

Zu den Feiertagen gehört aber wohl genauso Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, ein Film, von dem es heißt, es sei die schönste Märchenadaption der Filmgeschichte. Aschenbrödel nimmt in dem tschechischen Kultklassiker aus den 1970ern nicht alles hin, sondern zieht mit Witz, Charme und drei Zaubernüssen in den Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit. Geht es weihnachtlicher? Und gibt es besseres für Kinder als Märchen? Apropos Märchen: Alle Märchenfreunde sollten ein Auge auf die ARD-Mediathek halten, dort sammeln sich gerade zu dieser Jahreszeit ungemein viele wunderbare Märchenverfilmungen.

Zugegeben, von Macaulay Culkin hört man seit Jahren eigentlich nur noch Häme und Horrorgeschichten in der einschlägigen Klatschpresse, aber davon wissen eure Kids vermutlich nichts. Seit 1990 gehört Kevin – allein zu Haus so sehr zu Weihnachten wie Santa Claus. Alle von euch, die amerikanische Weihnachten spannend finden, deren Kids Freude an frechen Komödien haben und nicht gleich Gefahr laufen, jeden von Kevins Tricks, mit denen er sein Haus verteidigt, nachzuahmen, sollten sich die eineinhalb Stunden nehmen und diesen großartigen Film schauen. Erinnert ihr euch noch an diese Highlights?

Der ultimative Antiweihnachtsfilm für Kinder, genau 10 Jahre nach Kevin gemacht, ist natürlich: Der Grinch! Jeder Weihnachtsmuffel erkennt sich darin wieder – und erkennt den Sinn von Weihnachten am Ende doch. Trotz all seiner ruppigen Witzeleien, aller Komik von Jim Carrey als grummelndem Grinch ist es eine ganz herrliche Weihnachtsfilmwahl.

Und was wäre bitte Weihnachten ohne zumindest ein wenig Astrid Lindgren? Die Auswahl ist natürlich verdammt groß, aber wir sind der Meinung, zu Weihnachten darf es ruhig Michel aus Lönneberga sein. Denn irgendwie scheinen Lausbuben und Weihnachten einfach zusammenzugehören. Besonders empfehlenswert ist natürlich eine Folge aus dem Serienklassiker von Jan Ohlsson aus den frühen 1970er Jahren: Als Michel ein Held wurde. Es ist die letzte Episode der Serie und erzählt, wie Michel den Knecht Alfred rettet, indem er ihn durch einen Schneesturm zum Krankenhaus bringt. Schon beim Schreiben bekomme ich wieder einen Klos im Hals, ich liebe diese Folge und muss da immer heulen – bestimmt auch dieses Weihnachten. Leider haben ich diese spezielle Folge nicht gefunden, stattdessen aber den Klassiker Michel in der Suppenschüssel hier in voller Länge:

Wer von euch meint, dass Animationsfilm und Weihnachten überhaupt nicht zusammenpassen, der sollte sich die Zeit nehmen und Der Polarexpress schauen. Zugegeben, der Film wurde erst 2004 gemacht und seitdem ist einfach noch nicht genug Zeit ins Land gezogen, um aus ihm einen wirklichen Klassiker zu machen, aber das Zeug dazu hat er auf jeden Fall. Es ist eine wundervolle, verzauberte Kindergeschichte voll von amerikanischem Kitsch und heiler Welt – genau so, wie man es sich zu Weihnachten wünscht. Hier der Trailer:

Und sollten eure Kids und ihr nach all diesen  Stunden auf dem Sofa noch nicht genug Weihnachtsfilme gesehen habe, dann könnt ihr natürlich immer noch Die Schneekönigin schauen. Die fantastische Wintererzählung des Dänen Hans Christian Andersen wurde dutzende Male verfilmt und so recht wissen wir nicht, welche Version wir euch empfehlen mögen. Ob nun den ultimativen Klassiker in der DEFA-Zeichentrick-Version von 1957, den wir für euch hier in voller Länge haben oder in der finnischen Variante von 1986, der Film ist auf jeden Fall sehenswert – und hat zur Abwechslung auch endlich mal eine weibliche Weihnachtsheldin!

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