„Krabat“ von Otfried Preußler

Krabat bei AmazonEinen Klassiker braucht man eigentlich gar nicht vorzustellen – sonst wäre er ja kein Klassiker. Krabat von Otfried Preußler ist sicherlich so ein Fall. Der 1971 erschienene Jugendroman hat seit seinem Erscheinen Generation um Generation mit seiner Geschichte des Mühllehrlings Krabat begeistert, dessen Lehrmeister der Schwarzen Kunst verfallen ist. Jahr für Jahr muss dieser einen Lehrling dem „Herrn Gevatter“ zum Opfer bringen. Krabat durchschaut allmählich das dunkle Spiel und kann dank der Liebe zu Kantorka den Meister besiegen und die anderen Lehrlinge befreien. Trotz des guten Endes ist Krabat kein leichtes Buch.

Magie, Macht und Verführung sind zentrale Themen – für viele Kinder war es und wird es eines der ersten ernsthaften Bücher sein, die sie lesen. Immer noch ist es im Schulunterricht in der fünften und sechsten Klasse beliebt, bis zu diesem Alter sollte auch mit der Lektüre gewartet werden. Dann werden Kinder aber reich belohnt – unglaublich spannend ist die Geschichte von Krabat, dem Zauberlehrling.

Otfried Preußler, 1923 geboren und erst dieses Jahr 89jährig gestorben, wollte das Buch auch als die Geschichte seiner eigenen Jugend verstanden wissen. In einem von ihm zu Krabat verfassten Text heißt es: „Es ist zugleich meine Geschichte, die Geschichte meiner Generation, und es ist die Geschichte aller jungen Leute, die mit der Macht und ihren Verlockungen in Berührung kommen und sich darin verstricken.“ Mit Krabat hat Otfried Preußler seine Auffassung eines Auswegs aus dieser Falle niedergeschrieben: Einen festen Willen, die Hilfe von Freunden und die Kraft der Liebe, die stärker ist als die die Macht des Bösen. Gefunden hat Preußler die Geschichte von Krabat in einem alten sorbischen Sagenbuch aus der Bibliothek seine Vaters, die Abfassung ging ihm nicht leicht von der Hand, mehrere Jahre lang arbeitete er an dem Buch. Heute ist Krabat in mehr als 30 Sprachen übersetzt und hat zahlreiche Preise gewonnen – ein richtiger Kinderbuch-Klassiker eben.

Krabat von Otfried Preußler – ab 12 Jahren

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